Feuerbach 2500 v.Chr. bis heute

Feuerbach – Ein Überblick der Vergangenheit in Fakten und Zahlen
Auszüge aus dem Buch „Feuerbach“ von Jörg Kurz

2500 v. Chr.Mittlere Steinzeit

Im Feuerbacher Tal weisen Spuren von Wohnstätten auf eine erste feste Besiedlung hin. Historiker berichten u.a. auch von einem Fernweg, der vor dieser Zeit als feste Handelsverbindung in Nord-Süd Richtung benutzt wurde.
Siedlungsspuren
800-450 v. Chr.Hallstatt-Zeit und La-Tene-Zeit

Auf dem Lemberg wurden Befestigungswälle und Siedlungsreste der Kelten entdeckt. Sie schützten große Siedlungen aus der Hallstatt-Zeit und La-Tene-Zeit.
Siedlungsreste der Kelten
v. 27 v. Chr. – 285Römisches Reich
 
In der Zeit der größten Ausdehnung des Römischen Reiches wurde eine ca. 6 m breite Straße in Ost-West-Richtung gebaut. Das „Steinsträßle“ von der Hohewarte/Bracke Richtung Solitude weist noch heute auf diese Straße hin.
Die Römer bauen das Steinsträßle
90Bau der Steinstraße
Sie war eine wichtige Consularstraße, die ab 90 n. Chr. angelegt wurde.
Sie führte von Straßburg nach Augsburg und tangierte in unserer Nähe Pforzheim, Rutesheim und Cannstatt, wo 500 „Schwere Panzerreiter“ stationiert waren.
Die Steinstraße verläuft beginnt an der Hohewart in Verlängerung der Hohewartstraße bis zum Forsthaus Solitude
500 – 700Alamannen
Sie siedelten an verschiedene Stellen auf der heutigen Feuerbacher Gemarkung. Unzählige Funde, die bei Bauarbeiten entdeckt wurden, weisen darauf hin. Dazu gehören auch 1928 gefundene Grabstätten und Steingräber
Alamannen in Feuerbach
1075Erste schriftliche Erwähnung
 
In der Schenkungsurkunde des Grafen Adalberg II von Calw wurde Feuerbach zum ersten Mal als „Biberbach“. erwähnt. In dieser Urkunde verfügt der Graf über eine Schenkung an das Klosters Hirsau.
Feuerbach wird als „Biberbach“ nach dem heutigen Stadtwappen benannt

Ein Rückblick von Gerhard Zeeb
um 1200Einführung des Weinbaus
 
Der Weinbau war für Feuerbach Jahrhunderte lang eine wichtige wirtschaftliche Basis und erreichte 1850 seine größte Ausdehnung mit 143 Hektar. Heute gibt es nur noch rund 14 Hektar auf der Feuerbacher Gemarkung.
Einführung des Weinbaus
12811281 endet die Herrschaft durch das Kloster Hirschau und wechselt zum Kloster Bebenhausen bis 1396Herrschaft Kloster Hirschau
13. JahrhundertFeudalherren schwingen sich auf
 
Aus den einstigen Dorfältesten wurden Feudalherren. So wurden aus den Herren von Feuerbach die „Frauenberger“. Sie ließen sich in Fronarbeit die „Burg Frauenberg“ an der Kante des Steilhanges zur Feuerbacher Heide erbauen. Noch heute sind Mauerrest an der „Burghalde“ zu sehen.
Der Adel/Klerus zieht ein
1292Pragsattel wird urkundlich erwähnt

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1292 mit Weinbergen apud Metingen Bri et Brage sitis
Sie muss vor allem im Zusammenhang mit dem zweitausend Jahre alten Prag-Pass (dem heutigen Pragsattel) gesehen werden, der schon zur Römerzeit als Verkehrsknoten in der Strecke von Straßburg über Pforzheim zum Kastell Cannstatt große Bedeutung erlangte, wie auch im Mittelalter durch die württembergische Haupt-Reichsstraße von Ulm nach Bruchsal. 1334 steht in Lagerbüchern des Esslinger Spitals wingart (Weingarten) sita uf Bragt.
1311Dischinger Burg wird im Reichskrieg 1311 zerstört

Das Herrscherhaus Württemberg, dem die Herren von Dischingen angeschlossen waren, hatte keine Interessen am zerstörten Gemäuer.
Die Dischinger hatten auch als Raubritter keinen guten Ruf und verschuldet waren sie zudem
13961396 endet die Herrschaft durch das Kloster Bebenhausen bis zum Wechsel durch das Kollegiastift Sindelfingen Herrschaft Kloster Bebenhausen
14361436 übernimmt das Kollegiastift Sindelfingen die Herrschaft, die bis 1477 dauert.
Das Stift wurde von Eberhard im Bart aufgelöst und säkularisiert
Herrschaft Kollegiastift Sindelfingen
14771477 übernimmt die Herrschaft die Universität Tübingen über Feuerbach. Sie durfte also nun den Zehnten erheben

1477 gründete Graf Eberhard im Bart die Universität Tübingen
Mit dem Münsinger Vertrag gelang es Eberhard am 14. Dezember 1482, eine Wiedervereinigung der beiden Landesteile Württemberg-Urach und Württemberg-Stuttgart zu erreichen.
Im selben Jahr verlieh ihm Papst Sixtus IV. die Goldene Rose.
Er verlegte die Residenz nach Stuttgart und regierte das wiedervereinigte Land.

1492 wurde er von König Maximilian in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen.

Auf dem Reichstag zu Worms erhob König Maximilian I. die Grafschaft Württemberg am 21. Juli 1495 nach langen Verhandlungen zum Herzogtum und dabei Graf Eberhard V. zum Herzog von Württemberg und Teck.
Herrschaft Universität Tübingenundefined
Eberhard im Bart (kolorierte Federzeichnung um 1550)
Nicolaus Ochsenbach – eingescannt aus: Robert Uhland (Hrsgb.): 900 Jahre Haus Württemberg, 3. Aufl., Stuttgart, 1985, ISBN 3-17-008930-7, S. 101 (Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart, Signatur: Inc. qt. 16095 B 128)
Eine Bronzestatue steht im Innenhof des Alten Schloßes
1481Die Ära der Frauenberger endete 1481 mit dem Verkauf der letzten Besitztümer an die Grafen von Württemberg.Das Geschlecht der Frauenberger übergibt an Württemberger
1514Schwere Zeiten

Um sich von den drückenden Herrschaftsverhältnissen zu befreien, beteiligten sich auch Bauern aus Feuerbach an den Bauernkriegen.
Krieg gegen den Adel/Klerus, die Herrschaft
1549Während der Glaubenskriege fielen zweimal spanische Truppen in Feuerbach ein und verwüsteten den Ort.Ein Vorläufer von Militärbündnissen, besonders bekannt wurde die „Heilige Allianz“ der drei Monarchen Russlands, Österreichs und Preußens 1815
15881588 hat Feuerbach einen eigenen Zahnarzt auf etwas über 1.000 Einwohner
Akten beschreiben, daß württembergischen Behörden das Leben schwer machen. Erst ein Gutachten der zwei Stuttgarter Zahnärzten verschafften Ruprecht Lammers die offizielle Erlaubnis.
1593/1594Pestepidemien dezimierten die Bevölkerung so stark, dass Feuerbach nur noch etwas über 400 Einwohner hatte.Pest in Feuerbach
1634/1635Erneut Pest in FeuerbachPest in Feuerbach
16521618-1648 herrscht der Dreißigjährige Krieg

Vier Jahre nach Ende zeigt ein Bericht an Herzog Eberhard wie die Lage in Feuerbach aussieht: Ein Viertel der Häuser abgebrannt ist. Vom Rest ein Drittel in Ruinen
Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt seine Spuren
1693Die Franzosen fallen ein und plündern Feuerbach aus

Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697), auch Orléansscher Krieg, Krieg der Augsburger Allianz, Krieg der Großen Allianz oder Neunjähriger Krieg genannt, war ein vom französischen König Ludwig XIV. provozierter Konflikt, um vom Heiligen Römischen Reich die Anerkennung seiner Erwerbungen im Rahmen seiner Reunionspolitik zu erreichen.
1693 – 1699 Pfälzischer Erbfolgekrieg
Der Pfälzische Erbfolgekrieg (1688–1697), auch Orléansscher KriegKrieg der Augsburger AllianzKrieg der Großen Allianz oder Neunjähriger Krieg genannt, war ein vom französischen König Ludwig XIV. provozierter Konflikt, um vom Heiligen Römischen Reich die Anerkennung seiner Erwerbungen im Rahmen seiner Reunionspolitik zu erreichen.
1701Die Waldenser bringen die Kartoffel nach Feuerbach
Die Waldenser sind eine protestantische Kirche
Große Gruppen von Waldensern und Hugenotten, die 1698 aus dem Piemont vertrieben wurden, fanden Aufnahme in vielen Herzogtümern auch im Herzogtum Württemberg
Kartoffel kommt nach Feuerbach
17561756 wird das Pfarrhaus an der Stadtkirche errichtet
1770Die Bauern klagen über Fronarbeiten für Herzog Karl Eugen. Sie waren gezwungen, beim Bau von Schloss Solitude, bei der Hofhaltung oder den Hofjagden zu fronen und konnten sich nicht mehr entsprechend um ihre eigenen Felder kümmern, was zu einem Einkommensverlust führte.
Feuerbach im Umbruch
Die Feuerbacher Bevölkerung lebte fast ausschließlich von der Landwirtschaft und dem Weinbau.
Erneute Herrschaft des Adels/Klerus
1789Fertigstellung der evangelischen Stadtkirche
1841Durch den Bau der ersten württembergischen Eisenbahn von Stuttgart über Feuerbach nach Ludwigsburg (1846) begann sich das Leben jedoch zu ändern. Durch die Nähe zur Residenzstadt und begünstigt durch die nahe Eisenbahntrasse, nahm die Industrie Einzug in Feuerbach.Anschluß an die Eisenbahn
1848Nach der Revolution war es den Weingärtnern möglich, Landbesitz zu erwerben und Eigentümer ihrer Grundstücke zu werden. Da die Familien von der Landwirtschaft nicht allein leben konnten, arbeiteten die Männer im Steinbruch am Killesberg.Erneute Befreiung vom Adel/Klerus
Bis Mitte 19. JahrhundertBis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Feuerbach eine beschauliche Bauern-, Weingärtner- und Steinbrechergemeinde von ca. 2.700 Einwohnern, mit dem größten Viehbestand im Stuttgarter Raum.
1846Beginn der Industrialisierung

Feuerbach wurde an die Eisenbahnlinie angebunden und der erste Bahnhof wurde in Betrieb genommen. Dieser war allerdings vom damaligen Ortszentrum weit entfernt.
Beginn der Industrialisierung
Nach 1850Industrie explodiert in Feuerbach

Viel Industriebestriebe siedelten sich im Osten von Feuerbach an. Der Industrie folgten die nach Arbeit Suchenden und die Einwohnerzahl stieg schnell auf über 10.000 Menschen an.

Aufgrund steigender Steuereinnahmen und Spenden von Industriellen konnte die Infrastruktur verbessert werden. Es wurden Wasser- und Gasleitungen, ein Abwasserkanalsystem und ein Gaswerk, ein Krankenhaus, Schulen und das vieles mehr gebaut.
2022, 172 Jahre später, hat Feuerbach 30.693 Einwohner
18641864 wurde als erster großer Betrieb die Chininfabrik Jobst angesiedelt, bis zum Jahrhundertende über 50 weitere Firmen und 1910 die Firma Robert Bosch, ein bis heute weltweit agierendes Unternehmen. Die Einwohnerzahl stieg bis 1907 auf über 12.000. Neben der evangelischen Kirche entstanden 1895 eine katholische Kirchengemeinde und in den folgenden Jahren freikirchliche Gemeinden.Welle der Industrialisierung
1871Louis Leitz gründet die Firma Leitz
1886Louis Leitz erfindet die Ordnermechanik wie sie heute bekannt istErfindung Ordnermechanik
1893Der Leitzordner in Buchform, wie wir ihn heute kennen ist entwickeltGeburt des Leitzordners
Er revolutioniert die Verwaltung von Schriftgütern
20. JahrhundertIndustrialisierung und ihre Folgen
 
Viele Bauern gaben ihre unwirtschaftlichen Kleinhöfe auf und gingen zum Arbeiten in die Fabriken. Der ländliche Charakter des Ortes verblasste zusehends. Männer, Frauen und ältere Kinder wurden in den Betrieben beschäftigt. Umwelt- und gesundheitliche Probleme traten auf, da viele Fabrikschlote Schwefel ausstießen. Die Abwässer machten aus dem Feuerbach eine Kloake.
Industrie verdrängt Bauern
15. März 1907  Stadterhebung
 
Als Feuerbach eine Einwohnerzahl von mehr als 12.000 erreicht hatte, wurde es zur Stadt erhoben und erhielt ein neues Wappen mit Biber und Zahnrad, welches auch heute noch Gültigkeit hat. Schultheiß Wilhelm Geiger wird Stadtschultheiß und ab 1923 Oberbürgermeister.

Bauboom
 Nach der Stadterhebung brach in Feuerbach ein Bauboom aus. Die öffentlichen Gebäude wurden durch Neubauten ersetzt. Die Bürger ließen sich gepflegte Stadthäuser mit Erkern und verzierten Giebeln errichten.
Feuerbach wird StadtBezug zu Wilhem Geiger Platz
1907Biberbach, Fuerbach, Feuerbach bekommt sein Stadtwappen anläßlich der StadterhebungStadtwappen
Die strenge Teilung des Wappens in eine weiße und eine rote Hälfte geht zurück auf das staufische silber-rote Wappen der Herren von Frauenberg.
Sie herrschten vom 13. bis zum 15. Jahrhundert als Feudalherren über das Gebiet von Feuerbach, Botnang und Zazenhausen. Sie errichteten in Feuerbach die erste Kelter und die erste Mühle am Mühlwasen. Die Ära der Frauenberger endete 1481 mit dem Verkauf der letzten Besitztümer an die Grafen von Württemberg.
1909Die erste Straßenbahn fährt in Feuerbach und die Straßen werden teilweise mit Steinen  gepflastert.Die Straßenbahn kommt
1909Bedeutende Bauwerke sind
– Rathaus Feuerbach
– Bahnhof Feuerbach
– Festhalle Feuerbach
19101910 zieht die Firma Robert Bosch von Stuttgart nach Feuerbach
1912Bedeutende Bauwerke sind
– Leibniz Gymnasium
– Bismarckschule
1914 – 1918Erster Weltkrieg
 
Er verursachte eine Zäsur in der steilen Entwicklung des Ortes. Feuerbach wurde Garnisonsstadt. In Schulen und teilweise Fabriken wurden Soldaten einquartiert. Später wurden aus diesen Orten Lazarette.
 
Industriebetriebe mussten im 3-Schicht-Betrieb wegen der Rüstungs-aufträge arbeiten. Da die Männer im Kriegseinsatz waren, nahmen Frauen ihre Arbeitsplätze in den Fabriken ein.
Feuerbach wurde Garnisonsstadt
1926Feuerbach, Weilimdorf und Gerlingen sind per Straßenbahn verbunden
1927Prosper L’Orange gründete 1927 in Feuerbach die REF-Apparatebau GmbH. 1929 begann er die Fertigung von Gleichstrom-Einspritzdüsen für Flugmotoren nach seinen Patenten.Vater der DieseleinspritzungDieseltechnologie
1929Weilimdorf schloß sich durch Volksabstimmung mit Feuerbach zusammen
19321932 erwarb die Robert Bosch AG L.s Patente sowie die Herstellungs- und Vertriebsrechte von Ölern, Einspritzpumpen und -düsen außer für Belgien und Frankreich.Der Beginn des großen Dieselerfolgs von Bosch bis heuteDieseltechnologie
1. Mai 1933Eingemeindung nach Stuttgart

Der Gemeinderat wurde aufgelöst und der Oberbürgermeister Geiger durch einen NS-Staatskommissar ersetzt
 
Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten wird die eigenständige Entwicklung abgebrochen. Der NS-Reichsstatthalter Murr setzt die Oberbürgermeister von Stuttgart und Feuerbach ab und ersetzt sie durch Staatskommissare, die den Anschluss Feuerbachs an Stuttgart verfügen. Der Gemeinderat und die Bürger wurden nicht gefragt. 
Feuerbach verliert die Eigenständigkeit
1. April 1938Hitler besucht Stuttgart. Aus diesem Anlass wurden in Feuerbach viele Straßen nach österreichischen Orten und Landschaften umbenannt.Straßen werden aufgrund Hitler’s Besuch umbenannt
1933 – 1945Herrschaft der Nationalsozialisten und Krieg
 
Alle nicht parteikonformen Organisationen wurden verboten. Alle Alters- und Berufsgruppen waren in den verschiedenen NS-Organisationen streng organisiert.
Nationalsozialisten ziehen ein
1939 – 1945Erste Luftschutzbunker wurden unter dem Bahnhofsvorplatz gebaut. Bis zum Kriegsende waren es 15 Bunker und Stollen im Stadtgebiet.
 
Es entstanden Arbeitslager für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die in den Feuerbacher Betrieben arbeiten mussten. Wieder übernahmen Frauen die Arbeitsplätze der sich im Kriegseinsatz befindenden Männer.
 
Wegen seiner kriegswichtigen Industriebetriebe erlitt Feuerbach während des zweiten Weltkriegs viele Luftangriffe und fast die Hälfte des Ortskerns sowie viele Industriegebäude waren zerstört.
1939 – 1945Während des Weltkriegs wurde Feuerbach schwer durch Bombenangriffe der Alliierten getroffen.
804 Bürger starben als Soldaten, als zivile Opfer oder durch Verfolgung des NS Regimes.
1945Stuttgart ergibt sich am 22.4.1945 kampflos den Franzosen

Rudolf Gehring nannte sich „Beauftragter der Stadtverwaltung“, 17 Bürger bildeten einen Arbeitsausschuss
Es wurden Schwerpunkte gesetzt und umgesetzt: Beschaffung von Lebensmitteln auf dem Land, Organisation von Brennholz, Aufbau-, Wiederherstellung der Gebäude, Entnazifizierung
Die Eigenständigkeit war der Stadt Stuttgart ein Dorn im Auge. Sie befürchtete die Rückabwicklung der Eingemeindungen

Am 18.2.1947 erfolgte ein Erlaß die selbst organisierten Arbeitsausschüsse zu beenden.

Eine weitere Befürchtung war, daß Kommunisten die Arbeitsausschüsse politisch missbrauchen.
Zu Kriegsende lebten ca. 10.000 Einwohner in Feuerbach. Ca. 7.000 Evakuierte und Rückkehrer kamen zurück
1945Die Firma SWF („Spezial-Werkzeug-Fabrik Feuerbach GmbH“) ist der Marktführer für Winker (Vorläufer des Blinkers) und ScheibenwischerSWF ist Marktführer für Scheibenwischer
Nach 1945Wiederaufbau
 
Viele Einwohner und Vertriebene lebten in Baracken, Bunkern und Notwohnungen. Darum war eine der wichtigsten Aufgaben der Nachkriegszeit der Wiederaufbau von Wohnungen und Schulen.
Wiederaufbau
1947Die Einwohnerzahl betrug wieder 21.000.21.000 Einwohner
1950Die Trümmerbeseitigung war im Wesentlichen abgeschlossen.
1950Wirtschaftswunderjahre
 
Die Industrieproduktion bescherte Feuerbach einen stetigen Zuzug an in- und ausländischen Neubürgern und die Einwohnerzahl erreichte mit 31.000 einen Höchststand. Neue Wohnsiedlungen, Kirchen, Schulen und das langersehnte Hallenbad wurden gebaut.
Wirtschaftswunderjahre
31.000 Einwohner
2022 hat Feuerbach 30.693 Einwohner
19641964 wurde das Stadtbad gebaut
1972Gründung des Bürgerverein Feuerbach
1979Der Talkrabb war „Reporter“ in Feuerbach

Zu den Zeiten als die B295 noch nicht in der heutigen Form existierte. Ein zähes Unterfangen für die zahlreichen Mitarbeiter bei Bosch
1970 – 1995Verkehrsentwicklung
 
Die bisherige oberirdische Straßenbahn kam als Stadtbahn unter die Erde. Ende 1990 konnte der Stadtbahntunnel eingeweiht werden.
 
Auch die stark befahrene Bundesstraße 295, erhielt eine Tunnelröhre unter der Föhrich-/Steiermärker Straße. Über 24.000 Fahrzeuge benützen nun täglich den 1,2 km langen Tunnel.
 
Die in Nord-Süd-Richtung stark befahrene B27 / B 10 zwischen Pragsattel und Zuffenhausen ist weiterhin das Sorgenkind der Stadtverwaltung
Straßenbahn und B295 kommt unter die Erde
Schleichwege werden vertraglich verschlossen (Ampelhindernis Abfahrt Sportpark, Sperrung Bereich Kerschensteinschule
201240 Jahre Bürgerverein FeuerbachFestrede von Dr. Annette Schmidt
2000 – 2022Stadtentwicklung
 
Die Sanierung der Stuttgarter Straße und die Neubebauung des Roser-Areals bis 2002 waren wichtige Meilensteine der Stadtentwicklung. Die Ortsmitte soll durch den Ausbau der urbanen Funktionen und des innerstädtischen Wohnens erweitert werden (ehemaliges Krankenhaus Areal). Viele große Firmen der verarbeitenden Industrie gibt es nicht mehr. Die Gewerbeflächen zwischen Bludenzer und Heilbronner Straße müssen teilweise neu geordnet und einer anderen Nutzung zugeführt werden.

Feuerbach hat 2009 etwas über 28.000 Einwohner und mehr als 35.000 Arbeitsplätze.
Krankenhaus Feuerbach weicht Wohnbebauung
Auf dem Roser Areal (Lederherstellung) zieht Handelsgewerbe ein
2022Nach langer Zeit beginnt endlich die Entwicklung des Schoch Areals

Der Bahnhof Feuerbach bekommt, im Zuge von Stuttgart 21, allmählich sein endgültiges Gesicht
2022Die Porsche Tochter Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG eröffnet den „Porsche Design Tower“ mit 90 Meter Höhe
Die Bauzeit betrug 2 Jahre
Nach Miami ist dies der zweite Turm der Porsche Lifestyle GmbH & Co. KG
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