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  Feuerbach - ein historischer Überblick in Fakten und Zahlen
 

Auszüge aus dem Buch „Feuerbach“ von Jörg Kurz

 

 
20. Jahrhundert Industrialisierung und ihre Folgen
  Viele Bauern gaben ihre unwirtschaftlichen Kleinhöfe auf und gingen zum Arbeiten in die Fabriken. Der ländliche Charakter des Ortes verblasste zusehends. Männer, Frauen und ältere Kinder wurden in den Betrieben beschäftigt. Umwelt- und gesundheitliche Probleme traten auf, da viele Fabrikschlote Schwefel ausstießen. Die Abwässer machten aus dem Feuerbach eine Kloake.
   
15. März 1907   Stadterhebung
  Als Feuerbach eine Einwohnerzahl von mehr als 12.000 erreicht hatte, wurde es zur Stadt erhoben und erhielt ein neues Wappen mit Biber und Zahnrad, welches auch heute noch Gültigkeit hat. Schultheiß Wilhelm Geiger wird Stadtschultheiß und ab 1923 Oberbürgermeister.
   
  Bauboom
  Nach der Stadterhebung brach in Feuerbach ein Bauboom aus. Die öffentlichen Gebäude wurden durch Neubauten ersetzt. Die Bürger ließen sich gepflegte Stadthäuser mit Erkern und verzierten Giebeln errichten.
   
1909 Die erste Straßenbahn fährt in Feuerbach und die Straßen werden teilweise mit Steinen  gepflastert.
   
1914 – 1918   Erster Weltkrieg
  Er verursachte eine Zäsur in der steilen Entwicklung des Ortes. Feuerbach wurde Garnisonsstadt. In Schulen und teilweise Fabriken wurden Soldaten einquartiert. Später wurden aus diesen Orten Lazarette.
   
  Industriebetriebe mussten im 3-Schicht-Betrieb wegen der Rüstungs-aufträge arbeiten. Da die Männer im Kriegseinsatz waren, nahmen Frauen ihre Arbeitsplätze in den Fabriken ein.
   
1. Mai 1933     Eingemeindung nach Stuttgart
  Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten wird die eigenständige Entwicklung abgebrochen. Der NS-Reichsstatthalter Murr setzt die Oberbürgermeister von Stuttgart und Feuerbach ab und ersetzt sie durch Staatskommissare, die den Anschluss Feuerbachs an Stuttgart verfügen. Der Gemeinderat und die Bürger wurden nicht gefragt. 
   
1933 – 1945    Herrschaft der Nationalsozialisten und Krieg
  Alle nicht parteikonformen Organisationen wurden verboten. Alle Alters- und Berufsgruppen waren in den verschiedenen NS-Organisationen streng organisiert.
   
1. April 1938       Hitler besucht Stuttgart. Aus diesem Anlass wurden in Feuerbach viele Straßen nach österreichischen Orten und Landschaften umbenannt.
   
1939 – 1945    Erste Luftschutzbunker wurden unter dem Bahnhofsvorplatz gebaut. Bis zum Kriegsende waren es 15 Bunker und Stollen im Stadtgebiet.
   
  Es entstanden Arbeitslager für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die in den Feuerbacher Betrieben arbeiten mussten. Wieder übernahmen Frauen die Arbeitsplätze der sich im Kriegseinsatz befindenden Männer.
   
  Wegen seiner kriegswichtigen Industriebetriebe erlitt Feuerbach während des zweiten Weltkriegs viele Luftangriffe und fast die Hälfte des Ortskerns sowie viele Industriegebäude waren zerstört.
   
 
 
     
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